02.08.2012

Arte Reportage

Für mich gibt es einen Unterschied zwischen einer Reise und einem Urlaub. Bei der Reise geht es nicht um Erholung oder Entspannung. Nicht um gutes Wetter oder weiße Sandstrände. Nein, es geht darum sich durch ein Land zu bewegen und es dabei kennen zu lernen. Es ist der Versuch die Welt ein bisschen besser zu verstehen, hinter die Nachrichten zu blicken und ein eigenes Bild auf das Geschehen unserer Zeit zu bekommen. Sich nicht von den Meinungsmachern betrügen zu lassen sondern nur den eigenen Augen und Ohren zu trauen. Wer reist, der weiß wie schwierig das manchmal sein kann.

Ziemlich viel, von dem was ich auf Reisen suche, finde ich in den Arte Reportagen. Diese Sendung blickt hinter das Feuerwerk der Nachrichten und beschreibt wie Menschen in diesen Zeiten leben, arbeiten, leiden  aber auch von einer besseren Zukunft träumen. Oft decken sich Reportagen mit meinen Erfahrungen vor Ort.

Ich will euch deshalb einladen, zusammen mit Arte auf Reisen zu gehen. Immer wieder werde ich euch, interessante, wichtige und bewegende Reportagen vorstellen. Die ihr direkt hier sehen könnt. Ich freue mich auf eure Meinungen und Diskussionen.



Der ersten Bericht den ich euch zeigen möchte, zeigt unfassbare Bilder aus Bahrain. Wo eine friedliche Demokratiebewegung brutal von der eigenen Regierung aber auch von Saudi Arabien bekämpft wird.

Zur Erinnerung: Die deutsche Bundesregierung hat zugestimmt Panzer nach Saudi Arabien zu liefen. Diese könnten auch zur Niederschlagung solcher Proteste eingesetzt werden.

26.07.2012

Reisegedanken

Wilhelm Busch (1832-1908)

Eins, zwei, drei im Sauseschritt,
läuft die Zeit, wir laufen mit.

Schaffen, schuften, werden älter,
träger, müder und auch kälter.

Bis auf einmal man erkennt,
dass das Leben geht zu End.

Viel zu spät begreifen viele,
die versäumten Lebensziele.

Freude Schönheit und Natur,
Gesundheit Reisen und Kultur.

Darum Mensch, sei zeitig weise,
höchste Zeit ist´s reise, reise.

20.07.2012

seltsames Gefühl




Es ist ein seltsames Gefühl, durch eine Stadt zu laufen, die mir in den letzten Jahren so vertraut geworden ist. Coburg und ich haben uns nie ineinander verliebt aber wir mochten uns doch irgendwie.  Ein paar Tage bleiben noch.
Was dann wird, weiß ich nicht. Es ist das Ende eine Etappe, das Ende meines Studiums. Soll ich diesen Zustand mögen oder Angst vor der Zukunft haben?
Gerade genieße ich es, einfach  gar nicht zu denken, keine wirklichen Pläne zu machen, nur von einem schönen Sommer zu träumen. Zu alle dem, passt so wunderbar das neue Album von Angus Stone – Broken Brights.  Hört es euch doch an, wenn es euch so ähnlich  geht.

19.06.2012

Cinema Jenin





Auf diesen Film habe ich lange gewartet! Sicher könnt ihr euch erinnern, mit wie viel Begeisterung ich von dem Kino Projekt im Westjordanland berichtet habe. Der Glaube an eine bessere Zukunft, überwindet hier Grenzen und zeigt was möglich ist, wenn Menschen an ihren Traum glauben. Trotz Widerständen und Rückschlägen, ist es gelungen ein Kino in der palästinensischen Stadt wieder zu eröffnen. 

Die außergewöhnliche Geschichte dieses Traums, erzählt jetzt ein Film. Während der paar Tage in Jenin hatte ich auch Gelegenheit mit dessen Machern zu sprechen und war zutiefst von deren Leidenschaft beeindruckt.

Ich weiß, das vieles im Internet um eure Aufmerksamkeit wirbt. Dieses Projekt ist es wirklich wert unterstützt zu werden und es macht Hoffnung, nicht an der Gegenwart zu verzweifeln, sondern mutig in die Zukunft zu gehen.

Cinema Jenin

17.06.2012

Greece, you can make the change


Greece, today Europe is looking to you! You can make the change.

This election can be a revolution, not just for you, for all of us. Say no to an neoliberal Europe and yes to a Europe of the people. Say yes to a fair and social Europe. We are sick of this radical capitalistic system, which makes some people incredible rich and so many poor! We can do better. But we need you! Nobody knows what will happen, but if we don´t try, we never know. So stand up and fight for our democracy! 
You should know, their are many people in Germany, who don´t agree with they way our politician and media deal with this crises. We stand on your side and we are fascinated, how you fight for your rights. Keep on doing this!


05.06.2012

Erbärmlich


Es ist erbärmlich was man in diesen Tagen in den Nachrichten lesen muss. Die deutsche Bundesregierung, unter Führung von Angela Merkel, festigt durch ihren Entschluss Leopard Panzer nach Saudi-Arabien und U-Boote nach Israel zu verkaufen, die Gefahren von Krieg und schweren Menschenrechtverbrechen.
Mit Saudi-Arabien unterstützt man ein Regime, welches sein eigenes Volk auf das schärfste unterdrückt. Ein Land in dem Frauen nicht Auto fahren dürfen, es keine Kinos geben darf und freie Meinungsäußerung ein ferner Traum bleibt. Andere Länder werden dafür zu recht, an den Pranger gestellt und so manch ein Krieg wurde damit begründet. Saudi-Arabien rüstet man weiter auf. Dies geschieht aus reinem Eigeninteresse und ist für mich Ausdruck einer scheinheiligen und schlicht falschen Außenpolitik.
Die Sicherheit Israels und seiner Bewohner ist mir ein besonders Anliegen und muss auch für Deutschland wesentlich sein. Dies bedeutet aber nicht, dass wir blind dem vertrauen dürfen, was die israelische Politik fordert und tut. Im Gegenteil, die Gefahren und Fehler dieser zu erkennen und anzusprechen, muss eine Lehre aus der Geschichte sein. In diesem Punkt hat Günther Grass recht, auch wenn ich meine, dass er der falsche Mann für diese Kritik ist. Es ist an meiner Generation, diese zu äußern!
Israel missachtet immer wieder UN Resolutionen und vergeht als Demokratie, schreckliche Menschenrechtsverbrechen. Der Siedlungsbau im Westjordanland und die Behandlung der Palästinenser ist dafür nur ein Beispiel. Als einziges Land in der Region verfügt es über Atombomben und droht dabei dem Iran offen mit einem Angriff, um dessen Atomprogramm zu zerstören.
Die jetzt gelieferten U-Boote, wurden zu großen Teilen von Deutschland finanziert und können laut einem Spiegelbericht, mit Atombomben bestückt werden. Diese könnten auch den Iran treffen. Mir schaudert es bei der Vorstellung, dass Deutschland so zur Tötung von Millionen von Menschen beitragen könnte. Auch wenn mir bewusst ist, das ein solcher Angriff nur als zweit oder Drittschlag denkbar ist.
Deutschland wird alleine nicht den Frieden in die Welt bringen, aber als dritter größter Waffenexporteuer, könnte es einen erheblichen Beitrag dazu leisten. Anstelle das Wettrüstens zu befeuern, sollte Deutschland sein gutes Ansehen in der Region nutzen und auf Einhaltung von Menschenrechte und UN Resolutionen pochen. Der objektive Blick, muss dabei immer vor wirtschaftlichen Interessen stehen.
Die Wahrheit erforder Mut! Ich wünsche mir eine Bundesregierung die diesen Mut hat und die aus den Fehlern der Vergangenheit lernt, anstelle die gleichen immer wieder zu begehen.
Die Regierungsparteien (CDU/CSU/FDP) sind für mich so lange nicht wählbar, bis diese falsche Politk  korrigiert wird.

erschienen unter NACHGEDACHT WELTENSUCHER