16.08.2011

Alles in Bewegung

Keine Angst, den Weltensucher gibt es noch! Die letzten Wochen waren ein bisschen wild, deshalb hat der Blog eine kleine Sommerpause eingelegt. Jetzt gibt es aber wieder eine Menge neues zu berichten. Gerade passiert sehr viel, alles scheint in Bewegung gekommen zu sein....
















Auch wenn uns das Wetter hier in Bayern gerade ziemlich ärgert, ist es doch traumhaft durch die schöne Landschaft der Alpen zu fahren oder noch besser zu wandern. Genau das hab ich die letzten Tage auch gemacht. Seen, Berge, saftige Wiesen, gutes Bier und immer wieder dieses Gefühl, das einem einfach Zufrieden macht. Ja... ich werde es vermissen...

Wieso vermissen? Nächste Woche packt der Weltensucher mal wieder seinen großen Rucksack, zunächst darf ich mich im Griechischen Meer als Segler versuchen, danach die Weite der Türkei mit einem guten Freund bereisen und dann, ende September ein neues Abenteuer beginnen.

Für ein Semester ist Istanbul meine neue Heimat. Ich bin gespannt wie es sein wird in dieser großen Stadt zu leben. Ich, der eigentlich das kleine und überschaubare liebt, begibt sich in Großstadt um dort ein Auslandssemester zu machen. Diesmal kann ich nicht einfach weiter reisen, wenn es mir nicht gefällt. Diesmal bleibe ich. Diesmal habe ich aber auch die Chance, ein Land oder eine Stadt etwas besser kennen zu lernen.

Ich bin gespannt was mich erwartet. Bitte drückt mir alle ganz fest die Daumen und wenn ihr Lust habt, schaut doch immer mal wieder hier vorbei.





28.07.2011

Stop talking! Start planting...

Manchmal überkommt mich die Ohnmacht, wenn ich an die kommende Klimakatastrophe denke. Die Herausforderung etwas gegen den steigenden CO2 Ausstoß zu unternehmen, erscheint unlösbar und meist, scheitere ich schon an meinem eigenen Verhalten.
























Um so mehr begeistert mich der 13 Jährige Felix Finkbeiner aus Deutschland. Durch ein Referat in der Schule wird er auf den Klimawandel aufmerksam und beschließt, etwas dagegen zu unternehmen.

Nach dem Motto - Stop talking! Start planting- gründet er zusammen mit Freunden die Organisation "Plant for the planet", welche sich zu Aufgabe gemacht hat, in jedem Land der Welt mindestens 1.000.000 Bäume zu pflanzen.

Bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen wird deutlich, dass der Klimawandel keine Thema der Zukunft mehr ist. Diese Kinder werden unmittelbar davon betroffen sein.

Die Katastrophe, welche gerade in Somalia passiert, ist vermutlich nur ein ganz kleiner Vorgeschmack auf das, was uns bevor steht. Stop talking....


Bayern2 Interview

plant-for-the-planet.org 

17.07.2011

Europa jetzt!

Nein, ich versehe all das was in jüngster Zeit über Europa berichtet, geschrieben und gesendet wird auch nicht und ganz sicher hab ich keine fertigen Lösungen für die vielfältigen Probleme. Aber ich will nicht stumm zusehen, wie der Traum vom geeinten Europa zerstört wird.  
Vielleicht bin ich erst richtig zum Europäer geworden als ich weit weg war. In einem Laotischen Dorf oder in der Wüste Israels empfand ich Franzosen und Skandinavier als Verwandte, oft teilen wir die gleichen Werte, Ideen und Ideale. Gerade wir Jungen, profitieren von diesem Bündnis der Vielfalt. Es erfüllt mich mit Freude wenn ich Grenzen ohne Kontrolle überquere und weiß auch in Italien oder Irland leben könnte. Es gibt wohl kaum einen Kontinent der so viel in sich vereint wir Europa.
Uns allen dürfte bewusst sein, das die großen Aufgaben unserer Zeit, sei es die drohende Klimakatastrophe, das Ende des Erdöls oder die massive Ungerechtigkeit in der Welt, nur im Großen gelöst werden kann. Der Nationalstaat allein, ist kaum in der Lage diese zu bewältigen.
Wir dürfen uns Europa nicht von Spekulanten, Banken und Politkern kaputt machen lassen. Es ist zu wertvoll um jetzt still zu bleiben!
Allzu deutlich, zeigt sich inzwischen dass wir einem falschen System (ja… böses Wort) vertraut haben, der Kapitalismus amerikanischer Prägung, zerstört Stück für Stück unserer Werte, die Natur und den sozialen Frieden.
Das Geld, einst erfunden und uns zu dienen, richtet sich jetzt immer mehr gegen uns selbst. Die Globalisierung der Wirtschaft, mit all ihren Vorzügen, führt unkontrolliert  zu einem gigantischen Wettkampf, bei der nur der Stärkste Gewinnt und Viele verlieren.
Warum nutzen wir nicht die Chance der Krise, um eine nachhaltige und soziale Wirtschaft in Europa aufzubauen, die den Menschen wirklich dient? Wenn wir uns frei von altem Denken machen und denen die von den jetzigen Verhältnissen profitieren mutig entgegen treten, ist ein besseres und stabileres Europa möglich.
Meine Sympathie gehört den Menschen, die in Griechenland, Spanien, Portugal und ganz Europa auf den Straßen sind und gegen den Unsinn friedlich protestieren. Es sind spannende Zeiten und es geht um unsere Zukunft.

09.07.2011

Wir Demokraten

Was geht in den Köpfen dieser Bundesregierung nur vor sich? In einer Zeit in der sich ganz zart die Demokratie im Nahen Osten entwickelt, haben wir nichts besseres zu tun, als unserer Rüstungsindustrie mit Aufträgen aus Saudi Arabien zu stützen. Der Verkauf von Leopard Panzern bedeutet, dass wir eine extrem konservative und Menschenrechts verachtende Regierung unterstützen und damit ein Land stärken welches jede Art von Kritik oder freie Meinungsäußerung auf das schärfst unterdrückt.

Immer wieder begehen unserer Regierungen den gleichen Fehler. Die schlimmsten Kriege der letzten Jahrzehnte sind entstanden, weil man zunächst aus eigenen Interessen, eine Seite einseitig unterstützt und aufgebaut hat. Saddam gegen die Ajatollahs in Iran und die Taliban gegen die Russen in Afghanistan. Letztlich haben sich die Waffen immer wieder gegen uns selbst gerichtet.

Es ist eine Schande, das Deutschland seine wirtschaftlichen Interessen wieder ein mal vor die der Menschenrechte stellt. Es scheint wichtiger, sich weiter als dritt größter Waffenexporteure der Welt zu rühmen, als sich für eine freie und friedliche Region, in Nachbarschaft zu Europa, einzusetzen.


Was Krieg bedeutet zeigt gerade eindrucksvoll der Film "Waffenstillstand" leider nicht mehr auf Arte+7 zu sehen... deswegen hier der Trailer zum Film

22.06.2011

RAB - irgendwann bleib i dann dort




















Viele Jahre war Rab, diese raue und zugleich freundliche Insel in der kroatischen Adria so etwas wie mein zweites Zuhause. Immer Pfingsten, ging es zusammen mit Mama, Papa und er der kleinen Schwester samt Wohnmobil und Boot gegen Süden.

Für eine Woche, durfte ich jetzt mal wieder, das leicht Leben dort genießen. Früh ins Bett gehen, viel Lesen, ein bisschen im Meer plantschen, mit unserer roten Seegans über die Wellen hüpfen, sich vom Meeresrauschen in den Mittagsschlaf singen lassen, und natürlich gut Essen!

Kaum zurück im Alltag, hat mich die Leistungsgesellschaft wieder fest im Griff. Ich sitze den ganzen Tag vor dem PC, arbeite und arbeite und werde doch nie wirklich fertig und zufrieden.... irgendwie verrückt, so zu leben, oder?

 
Nach zwei, drei Wochen hab i's g'spürt,
I hab das Lebensg'fühl dort inhaliert
Die Gedanken dreh'n si um,
Was z'haus wichtig war is jetzt ganz dumm
Du sitzt bei an Olivenbaum
Und du spielst di mit an Stein
Es is so anders als daham

Und irgendwann bleib i dann dort,
Lass' alles lieg'n und steh'n
Geh von daham für immer fort
Darauf geb' i dir mei Wort,
Wieviel Jahr' a noch vergeh'n
Irgendwann bleib i dann dort

In uns'rer Hektomatik-Welt
Dreht si' alles nur um Macht und Geld
Finanz und Banken steig'n mir drauf,
Die Rechnung, die geht sowieso nie auf
Und irgendwann fragst di',
Wieso quäl i mich da so schrecklich ab
Und bin net längst schon weiß Gott wo

Ausschnitt von Irgendwann bleib I dann dort - STS  YouTube Video

08.06.2011

Eine notwendige Kritik


Am Donnerstagabend ist es wieder soweit, das Verblödungsprogramm von Pro7 zeigt das Finale von „Germany´s next Topmodel“. Stimmt, eigentlich sollte man diese Sendung am besten überhaupt nicht erwähnen, denn Aufmerksamkeit erfährt sie schon so, viel zu viel. 
Was ist passiert mit unserm Land, dass Millionen von Menschen, vorwiegend junge Frauen, nichts besseres mit ihrer Zeit anzufangen wissen, als sich naive Mädchen anzusehen, die einem traurigen und einfältigen Schönheitsideal hinterher hecheln, nur um sich eines Tages für den meistbietenden Konzern zu prostituieren?  Ja, das sind harte Worte, aber ist es etwas anderes? Die Mädchen verkaufen letztlich ihren Körper, um für eines der unzähligen und unnötigen Produkte Werbung zu machen. Als würden die Müllberge, die durch unser konsumhungriges Leben verursacht werden, nicht schon ausreichen!
Auch das Finale, wird einmal mehr zur Dauerwerbesendung. Ungeschminkt werden die Werbebotschaften auf die Fernseherjünger eintrommeln, die es bei der nächsten Shoppingtour, völlig unbewusst, danken werden.
Ich hören schon die Stimmen derer, die sich solche Sendungen, ja nur zur „Entspannung“ ansehen oder weil alles „so lustig ist“! Es macht mich traurig, wenn ihr über solche Sendungen lachen könnt und es ist schlimm, wenn euch nichts anderes einfällt um euch zu entspannen. Denkt daran, unser Gehirn kann nicht, nicht lernen! Alles was wir sehen und erleben wird Teil von uns.
Wir leben in einer sehr spannenden Zeit und wir haben, wie keine Generation zuvor, die Möglichkeit an ihr Teil zu haben. Nie war es so leicht, an Informationen zu kommen wie heute und nie einfacher etwas zu unternehmen. Wir sollten die Zeit die uns bleibt, nicht an ein Fernsehprogramm verschwenden, das uns dumm, arm und asozial macht. Vor allem dann nicht, wenn es gute Alternativen gibt.
Besonders Arte, macht jeden Tag ein kreatives und informatives Programm, welches neugierig auf diese Welt macht und unsere Aufmerksamkeit auf die entscheidenden Themen der Zeit lenkt.
Stellt euch vor, all die jungen Menschen die diesen Abend vor dem Fernseher verbringen werden, würden in der Zeit das kleine Buch „Empört Euch“ von Stéphane Hessel lesen. Wie würde dies unser Land verändern….? Ja, ich weiß! Ich bin ein Träumer…. 

erschienen unter nachgedacht.weltensucher

04.06.2011

Vom Reisen

Es ist verdammt schwer geworden eine gute Zeitschrift zum Thema Reisen und Abenteuer zu bekommen. Ja, ihr habt recht, die Regale sind doch voll damit aber um wirkliche Reisen geht es in den wenigsten. Schnell bekommt man das Gefühl eine Werbeprospekt für Pauschalurlaube durchzublättern. All zu oft entstehen die Artikel mit freundlicher Unterstützung der Tourismusindustrie, die Journalisten dafür bezahlt über ihre Länder zu berichten.

Doch, was hat das mit reisen zu tun? Nein, Reisen ist etwas anderes, es bedeutet in einem Wanderarbeiter Hotel in Malaysien zu übernachten, stundenlang ohne Ziel durch fremde Städte zu irren, an einer azorianischen Straße auf eine Mitfahrgelegenheit zu warten und dann vom Ortsbäcker mitgenommen zu werden.... Davon steht nichts in all den Hochglanzmagazinen.





Doch es gibt Hoffnung. Bei unseren Nachbarn in der Schweiz, die ja bekannt für ihre Reisefreude sind, erscheint alle paar Monate das Globetrotter Magazin. www.globetrotter-magazin.ch

Beim durchblättern spürt man sofort, dass die Texte von echten Reisenden geschrieben werden. Mit dem Pferd durch die Rocky Mountains, mit dem Postschiff durch Sibirien und ohne Geld um die Welt, sind nur ein paar der Reportagen die mein Herz höher schlagen lassen.

Das beste kommt jetzt, für alle die ihr Geld zusammen halten und lieber für die nächste Reise sparen, sind die älteren Ausgaben als kostenloser Download auf der Seite zu bekommen.

Viel Spaß beim stöbern, staunen und schmunzeln...