09.01.2015

Unsere Freiheit könnt ihr nicht ermorden !


Dieser Blog genau wie jeder andere, lebt von dem Recht auf freie Meinungsäußerung. 
In Paris wurden die Grundwerte attackiert, welche für eine weltoffene, demokratische Gesellschaft elementar sind. Wir Demokraten, dürfen jetzt genau wie in jedem anderen Fall, in dem diese Werte mit Füßen getreten werden, nicht wegschauen. Ich solidarisiere mich daher mit den Zeichnern der "Charlie Hebdo". 
Unsere Freiheit könnt ihr nicht ermorden! Heute mehr den je braucht es den Dialog zwischen den Kulturen. Lasst die Angst das Misstrauen und den Hass nicht gewinnen!

31.12.2014

Eine andere Gesellschaft denken






So kurz vor dem Jahreswechsel will ich euch noch eine Sendung vom Zündfunk aus 2014 empfehlen. Diese handelt von dem Münchner Philosophen Michael Hirsch und beschäftigt sich mit seinem Manifest "Warum wir eine andere Gesellschaft brauchen" das 2013 im Münchner Louisoder Verlag erschienen ist. 
Die Gedanken sind erfrischend und oft hab ich mich dabei erwischt, wie ich zu seinen Aussagen mit dem Kopf nicken konnte. Das alles verpackt in der gewohnt guten Zündfunkqualität. Für mich ganz klar, eine der besten Generatorsendung des vergehenden Jahres.
Also, die letzten Plätzen auf einen Teller packen, eine große Kanne Tee aufsetzen und sich mit einer Decke vor die Radioboxen kuscheln. Kommt gut ins neue Jahr und schaut doch auch dann ab und zu wieder beim Weltensucher digital oder noch lieber analog vorbei.

Hier gibt den Beitrag zum nach hören.

15.12.2014

Das Salz der Erde



Nur selten, hat es ein Film geschafft mich so tief zu berühren. Das Salz der Erde von Wim Wenders ist ein Meisterwerk, genau wie die Arbeit des brasilianischen Fotografen Sebastiao Salgado. Um diesen außergewöhnlichen Menschen geht es in dem nachdenklich stimmenden Film. Diese Bilder muss man im Kino sehen, auf der großen Leinwand. Lasst es euch nicht entgehen.

26.11.2014

Ein lebendiges Land

Eine Frau stillt ihr Kind, drei mit Zuckerrohr schwer bepackte Esel werden vorbei getrieben. Hupende Taxis, auf drei Rädern, suchen nach neuen Fahrgästen. Am Straßenrand werden Bananen, Orangen und hölzerne Zahnbürsten verkauft. Aus einem Verschlag aus Lehm und Blech duftet es nach frisch aufgebrühten Kaffee. Kinder laufen durch die Menge und rufen "Foto,Foto.." Bäuerinnen vom Land mit bunten Tüchern umwickelt, tragen einen Teil Ihrer Ernte zum Markt. In einem Geschäft werden billige Chinesische Plastikprodukte verkauft, daneben Gewürze und Weihrauch. Ein paar Meter weiter hängt ein Metzger gerade eine frische Ziegenhälfte in sein offenen Geschäft. In der Luft kreißen Raubvögel und hoffen das etwas für sie abfällt. In der ferne sieht man neue Gebäude aus dem Boden wachsen. Die Arbeiter balancieren auf einem einfachen Holzgerüst. Auf dem Gehsteig hoffen die Ärmsten auf Almosen oder ein Stück Brot. Junge Frauen mit feinen Schuhen und lackierten Fingernägeln laufen an ihnen vorbei. Eine Ziegenherde such nach ein paar Grashalmen und ihr Hirte versucht Sie über die Straße zu führen. 
Wie ein großes Theater habe ich den Alltag in Äthiopien erlebt. So viel passiert gleichzeitig. Leben und Tot liegt oft nahe zusammen. Es ist faszinierend lebendig, manchmal seltsam unorganisiert und befremdlich aber immer spannend. Selten habe ich das Leben so intensiv erlebt wie in Afrika. Wie langweilig ist ein Spaziergang in der deutschen Provinz im Vergleich dazu. Während der zwei Wochen in Addis Abeba, Hara und Dire Dawa gab es kaum einen Moment in dem ich wirklich alleine war. Überall waren Menschen. Es wurde viel gelacht, getanzt und gesungen. Manchmal hab ich mir gedacht: Das was den Leuten dort an Reichtum fehlt, fehlt uns an Lebendigkeit. So wirklich stimmt das natürlich nicht, träumen doch auch dort viele von einem anderen Leben. Von Europa und den USA oder einem Auto und ordentlicher Medizinischer Versorgung. Aber doch bin ich jetzt der Meinung wir können viel voneinander lernen. Lasst uns den Afrikanischen Kontinent ernst nehmen und lasst uns zusammen daran arbeiten. Das gute Leben liegt vielleicht irgendwo dazwischen.
In Äthiopien ist ein Leben konserviert welches der Fortschritt im  Westen fast vollständig ausradiert hat. Diese Schatzkammer des Lebens kann uns inspirieren und andere Wege aufzeigen. Ich werde meine Spaziergänge durch dieses Land vermissen. Vor allem das Strahlen in den Gesichtern der Kinder, das Gefühl des Aufbruchs, welches weite Teile des Landes erfasst hat und die feine Gastfreundschaft. 


22.10.2014

Äthiopien

Wer die Liste mit den von mir bereisten Ländern durchsieht wird schnell feststellen, dass ich bis jetzt einen Bogen um den Afrikanischen Kontinent gemacht habe. Ich hatte Respekt und wusste einfach auch viel zu wenig davon. Erst in den letzten Jahren hat sich das geändert. Lange ist die Idee gereift aber jetzt ist alles fix. Anfang November fliege ich nach Addis Abeba, die Hauptstadt Äthiopiens. Ich bin ganz ehrlich gespannt und auch ein bisschen aufgeregt. Wie wird es sich anfühlen? Wie riecht es da? Was macht das mit mir? Ich freue mich darauf euch davon zu berichten.

11.10.2014

Ottos Reise



Von Gunther Holtorf hab ich euch hier schon mal berichtet. Jetzt bin ich auf ein Online Projekt zu seinen außergewöhnlichen Reisen gestoßen. Der Stern hat die unzähligen Videos und Fotos aufgearbeitet und mit vielen Interviews von Gunther Holtorf ergänzt. Zu praktisch jedem Land der Welt lässt sich da was finden. Also für jeden der gerade am planen einer Reise ist, Inspiration sucht oder sich einfach für diese fast unglaubliche Reise interessiert. www.ottosreise.de  Eine dicke Weltensucher Empfehlung!

18.09.2014

18 Tage Europa

Eines stand von Anfang an fest. Kein Flugzeug! Dieses Jahr wollten wir es langsamer angehen, die Entfernungen spüren können, die Landschaften erfahren und da bleiben wo es uns gefällt. Am Ende wurde daraus eine Reise durch Europa. Ein Kleinwagen, ein bisschen Campingausrüstung und zwei Menschen die sich lieb haben. Recht viel mehr hat es gar nicht gebraucht.
So ging es langsam los. Von den saftigen grünen Wiesen in Bayern, über die Alpen weiter in die Dolomiten. Vorbei an Seen, klaren Flüssen und wilden Bergspitzen. Immer auf Landstraßen, ohne all zu klaren Plan. Kleine Städte zogen am Autofenster vorbei und wir sangen dabei manchmal zu den Stücken von Kofelgschroa. Wenn der Anblick besonders schön war, haben wir gehalten und genauer hin geschaut. In den Pausen, den Campingkocher angeschmissen um Kaffee zu kochen oder uns eine Stück Käse auf ein Brot gelegt. Wir begegneten zeitgenössischer Kunst in norditalienischen Wäldern, Stürmen und viel Regen, in würde gealterte Bauernhäuser und irgendwann dem blauen Meer. Venedig! Auf flachen Straßen weiter dem Osten entgegen. Irgendwann verstummt dann die schöne italienische Sprache und man spricht kroatisch. Ich bade im Meer, wir wandern und essen am Abend Tintenfische. Einmal noch bauen wir das kleine Zelt auf. Dieses mal in Ljubljana. Die Stadt fühlt sich gut an, lebendig und doch gemütlich. Alt und Neu. 
Dieses Europa ist schön.