17.11.2012

Ein unnötiger Krieg


STOP THE ROCKETS    DON´T ENTER GAZA    AND START TALKING!

Traurig, wütend, unsicher und schockiert lese ich die erschütternden Nachrichten aus Israel und Gaza. Der Teufelskreis von Krieg, Gewalt und Terror scheint einmal mehr gewonnen zu haben.
Es wird in diesem Krieg keinen Sieger geben und er wird die Zukunft für niemanden sicher machen. Mütter auf beiden Seiten werden um ihre toten Töchter und Söhne trauern. Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass diese Strategie nie aufgegangen ist.
Ich rufe Israel dazu auf, seine Politik gegenüber Palästina grundsätzlich zu überdenken und die Militäraktion in Gaza zu stoppen. Die Hamas muss akzeptieren das Terror nur zu mehr Leid und Gewalt führt und seine Raketenanschläge auf Israel sofort beenden.
Die Palästinenser haben einen Antrag an die Vereinten Nationen gerichtet und bitten um die Anerkennung ihres Landes und die damit verbundene Achtung der Rechte des palästinensischen Volkes.
Nach Jahrzehnten gescheiterter Friedensverhandlungen ist es an der Zeit, dass sich das Blatt wendet, die Besatzung beendet wird und eine friedliche Zweistaatenlösung angestrebt werden kann. Ich bitte daher die deutsche Bundesregierung und ihr europäischen Partner zu Unterstützung dieses Antrages. Wenn ihr auch dieser Meinung seit bitte ich euch politischen Druck auf unsere Regierung auszuüben.

13.11.2012

Demokratie weiter denken



Geht es euch genauso? Manchmal habe ich das Gefühl, das Demokratie nur noch ein nettes Wort ist, um den extremen Kapitalismus unserer Tage besser zu verkaufen. Natürlich ist das übertrieben und doch vermisse ich es, dass unsere Demokratie ausgebaut und mit Hilfe der neuen technischen Möglichkeiten verbessert wird.
Das Internet könnte wirkliche Mitbestimmung ermöglichen. Wir könnten uns ohne großen Aufwand für unsere Ideale und Werte einsetzen und direkt Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen. Aber es gibt ein bisschen Hoffnung. AVAAZ ist ein Onlinenetzwerk welches genau dies versucht. Selten war es so einfach seien Stimme zu erheben. Fast 17 Millionen Menschen weltweit sind machen bereits mit und versuchen auf diesen Weg politische Entscheidungen zu beeinflussen.
Sicher ist eine einzeln versendete Nachricht an einen Abgeordneten noch immer schlagkräftiger. Aber ganz ehrlich, wer nimmt sich dazu schon die Zeit? Ich bin gespannt welchen Einfluss derartige Netzwerke in Zukunft bekommen.

27.10.2012

Ein Sommer


Draußen liegt der erste Schnee, wie zum Beweis dass der Sommer zu Ende ist. Vieles ist passiert, manchmal blitzen die Bilder der warmen Monate noch durch meinen Kopf. Ich sehe die rauschende Isar, Berge, italienische Pasta, Florenz, besondere Menschen, Arbeit, Architektur, München, Linz, die großen Schiffe auf der Donau, das Laub der Bäume das sich langsam färbt, ein rotes Cabrio und das Lächeln einer besonderen Frau.

Der Schnee zieht einen Schlussstrich. Muss ich das auch? Noch fehlt die Kraft. Ich ziehe mir die Decke über den Kopf und vermisse den Sommer. Ich vermisse die schönen Momente. Es wartet die Ungewissheit, das Grau. Es gibt keinen Plan, keine Idee nur die Erinnerung.

Entscheidungen müssen getroffen werden. Das Leben will organisiert sein. Mir wäre es wohler ich könnte unter der Decke bleiben. Meine Träume werden von der Realität zerdrückt. Ich schaue dabei zu und warte auf das der Schnee schmilzt.

14.09.2012

Wut und Widerstand


Ich musste nie hungern, kenne die Schrecken des Krieges nur aus Erzählungen, darf die Welt bereisen und habe die Freiheit diesen Text zu schreiben.
Doch obwohl ich im Vergleich zu den meisten Menschen in paradiesischen Zuständen lebe, empfinde ich Wut und Empörung.
Nicht nur mir geht es so. Weltweit protestieren Menschen weil sie mit den Zuständen nicht mehr einverstanden sind. Weil sie die Krisen und Ungerechtigkeiten leid sind. Weil sie nicht an die propagierte Alternativlosigkeit glauben.
Millionen von Kindern verrichten jeden Tag schrecklichste Arbeiten. Bilder von hungernden Menschen sind immer noch nicht verschwunden und stehen im krassen Kontrast zu der Verschwendung im Westen. Das Weltklima erwärmt sich durch einen völlig ungebremsten CO2 Ausstoß. Kriege um Ressourcen und Absatzmärkte, im nahen Osten und Afrika machen das Leben zur Hölle. Die Vielfalt wird von immer mehr Monokultur verdrängt und in Europa sind wir dabei die soziale Errungenschaften, den kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen einzelner zu opfern.
Niemals zuvor, war der Wohlstand so ungerecht verteilt wie heute. Die reichsten 350 Menschen besitzen eben so viel wie die ärmsten 3,2 Milliarden Menschen.
Gemeinsam haben wir ein System erschaffen welches diese ungerechte Verteilung produziert. Längst haben wir erkannt, dass es nicht mehr den Menschen und seinen Bedürfnissen dient, sondern wir dem System dienen und damit einem kleinen Kreis an super Reichen.
Während der Finanzkrise ist es zu einer massiven Umverteilung von unten nach oben gekommen. Banken, ihre Investoren und Manager werden gestützt und die Bürger bezahlen mit gekürzten Sozialleistungen, längeren Arbeitszeiten und Verarmung großer Teile der Bevölkerung, wie wir es gerade in Griechenland erleben können.
Viel zu lange haben wir, mit unserem Verhalten diese Abläufe gestützt. Ohne etwas zu hinterfragen ist der Mittelstand in die Arbeit gegangen um danach ausgiebig zu konsumieren. Unser Bildungssystem ist längst zum Ausbildungssystem verkomme. Getrieben vom Wachstumswahn laufen wir weiter im Hamsterrad und plappern die neolierberale Logik auch dann noch nach, wenn längst erkennbar ist, dass diese Systeme im Wachkoma liegen.
Wir müssen die Welt nicht neue erfinden. Wir brauchen keine neuen Ideologien und Bewegungen. Was wir brauchen, ist die Umsetzung und Wahrung der  Menschenrechte. Diese Errungenschaft, geboren aus den Schrecken es zweiten Weltkrieges  ist eine stabile Basis und ihre Umsetzung sollte unser wichtigstes Ziel sein.
Wenn die Mächtigen dieser Welt, nicht in der Lage sind diese Rechte zu gewähren, müssen wir sie stürzen. Wenn wir ein Wirtschafts- und Finanzsystem haben, welches dem Gemeinwohl mehr schadet als es nützt, dann brauchen wir ein anderes. Wenn Demokratie zur bloßen Hülle verkommt und nicht die Parlament sondern die Banken und Konzerne entscheiden, dann müssen wir uns empören, aufbegehren und Widerstand leisten.  

31.08.2012

Fragzeichen





gerade ist mein Leben voller Fragezeichen. Alles ist wage und unsicher. Wo werde ich nächsten Monat sein? Was tun? Ich weiß es nicht! Was ist richtig, was falsch?  Bin ich auf einem guten Weg oder hab ich mich längst total verirrt?

Ich suche nach Leuchttürmen und Leitplanken und finde sie doch nie. Langsam gewöhne ich mich daran. Ist es eigentlich jemals anders gewesen? Kann ich vielleicht gar nicht anders? Die Unsicherheit hat auch etwas spannendes, etwas freies und so wie ich sie erlebe ist sie Luxus.

Gut, das es Musik gibt. Dann verblassen die Fragezeichen für einen Moment. Bei diesem feinen Lied gelingt es besonders gut.

18.08.2012

Not ready to die in your war

Wenn man den Nachricht glauben will, dann ist ein Angriff Israels auf den Iran nur noch eine Frage der Zeit. Ich und viele andere stellen uns gegen die schreckliche Logik des Krieges und glauben diesen Nachrichten nicht. Eine Initiative aus Israel macht mir Mut. Mut Nein zu sagen! Ich bin nicht bereit, einen weiteren sinnlosen Krieg zu akzeptieren. Ich bin nicht bereit zuzusehen wie Millionen sterben und der nahe Osten im Chaos versinkt. Deshalb teile ich gerne diese Nachricht aus Israel und dem Iran.

"We are millions of people who will be hurt. Will be drafted, will have to fight, lose our lives, our relatives. We, parents from TelAviv and Teheran will have to run with our children to the shelters and pray the missiles will miss us.
But they will fall somewhere, on someone.

Those last few days the sound of war is becoming louder.
So once again, loud and clear, we are saying NO to this war
 We saying to the people of Iran: We Love You"