26.02.2016

Mir san ned nur mia



Ganz ehrlich, ich hätte nicht gedacht, das wir nochmal so offene Fremdenfeindlichkeit in vielen Teilen Deutschlands und Europas erleben zu müssen. Wenn mir meine vielen Reisen etwas gelehrt haben, dann das es gute wie schlechte Menschen überall gibt und das die schönsten Momente dann entstehen, wenn wir uns öffnen und bereit sind voneinander zu lernen, miteinander zu lachen und einander helfen. 
Mir san ned nur mia singen Dreiviertelblut dazu und ich kann mich nur anschließen. Sind nicht oft die Orte und Städte am interessantesten, wo viele Kulturen aufeinandertreffen und sich gegenseitig befruchten. 
Niemand sagt das es einfach sein wird. Aber einen Weg zurück in die dunkle Zeit des Nationalismus und der Kleinstaaterei darf es nicht geben. 

15.01.2016

- 22° C

Finnland steht schon sehr lange ganze oben auf meiner Liste. Wie gut das ich mich jetzt mal auf in den Norden gemacht hab. Ja kalt war es, da hab ihr recht. Aber meine lieben Freunde dort haben alles getan damit es mir trotzdem richtig warm geworden ist. Allen voran natürlich die Sauna. Aber auch die sehr freundliche Art der Finnen hat mich begeistert. Immer ist ein kleines Lächeln dabei, man sieht sich in die Augen und wirklich fast jeder spricht ganz selbstverständlich Englisch und die Lage der Stadt, umgeben vom Meer ist wirklich sehr besonders. Die Natur ein ständiger Begleiter. Was sich auch in der finnischen Architektur und im Design widerspiegelt. Da kann man wirklich ein bisschen neidisch werden und jedem Bürgermeister nur empfehlen sich mal anzusehen wie gut es den Skandinaviern gelingt ihre Städte zu organisieren. Für mich war es ein richtig schöner Start ins neue Jahr und genau das gleiche wünsche ich euch! Lasst es euch gut gehen.

26.07.2015

Warum Reisen?



Alle die das Reisefieber schon gepackt hat, erfahren hier wahrscheinlich nichts Neues. Aber diejenigen unter euch, die mal wieder ein bisschen Inspiration und Antrieb brauchen oder sich einfach fragen, warum ich immer wieder auf Reisen gehen. Euch lege ich dieses kleine Video sehr ans Herz. Ich kann es kaum noch erwarten mich wieder auf zu machen!

25.05.2015

Nachricht aus dem Norden


Dumpf die Nachricht aus dem Norden
Dem Alltag die Sättigung entzogen

Träge Gedanken in Schwarz Weiß
Stunden voller Einsamkeit

Vom Meer der Freundschaft beraubt, 
bleibt für die Zukunft nur ein Bild aus Staub

Der Kopf gescheitert beim Verstehen,
will lieber alte Bilder sehen

17.03.2015

"Wir zahlen nicht für eure Krise"

Es schmerzt mich in diesen Tagen das politischen Geschehen in Europa zu beobachten. Es scheint als hätte die pure Dummheit auf allen Seiten gesiegt. Um die Eurokrise werden fast nur noch Scheindebatten geführt. Von den faulen und unproduktiven Griechen und Südeuropäern ist viel zu lesen. Es wird über den Kleidungsstiel von neuen Ministern diskutiert, anstatt sich mit den wirklichen Gründen der Krise auseinander zu setzen.  Man müsste sich dabei nur einen Moment die Zeit nehmen und etwas genauer hinzusehen. Dann würde man schnell erkenne, dass es sich dabei um viel größere Problem handelt. Die neoliberale Logik und der ungefilterte Markt- und Wachstumsglaube hat Europa gekapert. Längst hat die Demokratie in ganz Europa kapituliert und sich dem Diktat von Banken, Wirtschaft und internationalen Institutionen unterworfen. Die Troika ist dafür nur das bekannteste Beispiel. Wir dürfen es nicht hinnehmen das die Krise dazu benutzt wird, das Vermögen immer weiter von unten nach oben um zu verteilen. Die Frage ist alles andere als neu, dennoch will ich sie wieder und wieder in die Welt hinausrufen. Wie kann es sein, das privat Banken mit dem massiven Einsatz von Steuergeldern gerettet werden und im gleichen Zug die Sozialsysteme immer mehr geplündert und beschnitten werden? Lasst uns nicht in die Falle der Mächtigen tappen, die ihre Freude haben wenn wir Europäer uns gegenseitig die Schuld zuschieben. Sondern lasst uns die wirklich Schuldigen in Politik und Wirtschaft finden und zur Verantwortung ziehen. Wir Europäer müssen jetzt, mehr den je Seite an Seite stehen und füreinander einstehen und gemeinsam klar sagen: " Wir zahlen nicht für eure Krise"!

03.03.2015

26 Jahre 900.000 Kilometer 215 Länder



Die Reise von Gunther Holtorf ist unter Reisenden längst Kult. Auch auf dem Weltensucherblog hab ich schon ein paar mal davon berichtet. Der 77 Jährige war vor ein paar Tagen zu Gast bei Bayern 2 und hat über seine wirklich außergewöhnliche Reise berichtet. Lasst euch dieses Schmankerl nicht entgehen! Hier gehts zum Gespräch


31.01.2015

Eine Segelyacht aus Jute


Zeit für gute Nachrichten! 
Ich hab mich schon oft geärgert das Boote inzwischen zum größten Teil aus GFK also letztlich Kunststoffen besteht. Vor allem bei den umweltfreundlichen Segelbooten wollte mir das nie so recht in den Sinn gehen. Klar gibt es da noch Holzboote, aber die sind teuer und brauchen eine Menge Wartung. 
Ein junger Franzose hatte jetzt die Idee, ein Boot aus Jute zu bauen. Und aus der Idee ist inzwischen auch Realität geworden. Mehr noch. Er ist damit sogar von Bangladesch (da wird Weltweit am meisten Jute angebaut) nach Frankreich gesegelt. Kern seines Projekt ist der Low Tech Gedanke. Einfache, günstige Technik die jeder nachbauen kann wenn er will und die uns so unabhängig von den großen Unternehmen macht. Vor allem für Entwicklungsländer stellt das eine sehr Sinnvolle Alternative da. 

Hier gibt es einen schönen Artikel dazu.

09.01.2015

Unsere Freiheit könnt ihr nicht ermorden !


Dieser Blog genau wie jeder andere, lebt von dem Recht auf freie Meinungsäußerung. 
In Paris wurden die Grundwerte attackiert, welche für eine weltoffene, demokratische Gesellschaft elementar sind. Wir Demokraten, dürfen jetzt genau wie in jedem anderen Fall, in dem diese Werte mit Füßen getreten werden, nicht wegschauen. Ich solidarisiere mich daher mit den Zeichnern der "Charlie Hebdo". 
Unsere Freiheit könnt ihr nicht ermorden! Heute mehr den je braucht es den Dialog zwischen den Kulturen. Lasst die Angst das Misstrauen und den Hass nicht gewinnen!

31.12.2014

Eine andere Gesellschaft denken






So kurz vor dem Jahreswechsel will ich euch noch eine Sendung vom Zündfunk aus 2014 empfehlen. Diese handelt von dem Münchner Philosophen Michael Hirsch und beschäftigt sich mit seinem Manifest "Warum wir eine andere Gesellschaft brauchen" das 2013 im Münchner Louisoder Verlag erschienen ist. 
Die Gedanken sind erfrischend und oft hab ich mich dabei erwischt, wie ich zu seinen Aussagen mit dem Kopf nicken konnte. Das alles verpackt in der gewohnt guten Zündfunkqualität. Für mich ganz klar, eine der besten Generatorsendung des vergehenden Jahres.
Also, die letzten Plätzen auf einen Teller packen, eine große Kanne Tee aufsetzen und sich mit einer Decke vor die Radioboxen kuscheln. Kommt gut ins neue Jahr und schaut doch auch dann ab und zu wieder beim Weltensucher digital oder noch lieber analog vorbei.

Hier gibt den Beitrag zum nach hören.

15.12.2014

Das Salz der Erde



Nur selten, hat es ein Film geschafft mich so tief zu berühren. Das Salz der Erde von Wim Wenders ist ein Meisterwerk, genau wie die Arbeit des brasilianischen Fotografen Sebastiao Salgado. Um diesen außergewöhnlichen Menschen geht es in dem nachdenklich stimmenden Film. Diese Bilder muss man im Kino sehen, auf der großen Leinwand. Lasst es euch nicht entgehen.

26.11.2014

Ein lebendiges Land

Eine Frau stillt ihr Kind, drei mit Zuckerrohr schwer bepackte Esel werden vorbei getrieben. Hupende Taxis, auf drei Rädern, suchen nach neuen Fahrgästen. Am Straßenrand werden Bananen, Orangen und hölzerne Zahnbürsten verkauft. Aus einem Verschlag aus Lehm und Blech duftet es nach frisch aufgebrühten Kaffee. Kinder laufen durch die Menge und rufen "Foto,Foto.." Bäuerinnen vom Land mit bunten Tüchern umwickelt, tragen einen Teil Ihrer Ernte zum Markt. In einem Geschäft werden billige Chinesische Plastikprodukte verkauft, daneben Gewürze und Weihrauch. Ein paar Meter weiter hängt ein Metzger gerade eine frische Ziegenhälfte in sein offenen Geschäft. In der Luft kreißen Raubvögel und hoffen das etwas für sie abfällt. In der ferne sieht man neue Gebäude aus dem Boden wachsen. Die Arbeiter balancieren auf einem einfachen Holzgerüst. Auf dem Gehsteig hoffen die Ärmsten auf Almosen oder ein Stück Brot. Junge Frauen mit feinen Schuhen und lackierten Fingernägeln laufen an ihnen vorbei. Eine Ziegenherde such nach ein paar Grashalmen und ihr Hirte versucht Sie über die Straße zu führen. 
Wie ein großes Theater habe ich den Alltag in Äthiopien erlebt. So viel passiert gleichzeitig. Leben und Tot liegt oft nahe zusammen. Es ist faszinierend lebendig, manchmal seltsam unorganisiert und befremdlich aber immer spannend. Selten habe ich das Leben so intensiv erlebt wie in Afrika. Wie langweilig ist ein Spaziergang in der deutschen Provinz im Vergleich dazu. Während der zwei Wochen in Addis Abeba, Hara und Dire Dawa gab es kaum einen Moment in dem ich wirklich alleine war. Überall waren Menschen. Es wurde viel gelacht, getanzt und gesungen. Manchmal hab ich mir gedacht: Das was den Leuten dort an Reichtum fehlt, fehlt uns an Lebendigkeit. So wirklich stimmt das natürlich nicht, träumen doch auch dort viele von einem anderen Leben. Von Europa und den USA oder einem Auto und ordentlicher Medizinischer Versorgung. Aber doch bin ich jetzt der Meinung wir können viel voneinander lernen. Lasst uns den Afrikanischen Kontinent ernst nehmen und lasst uns zusammen daran arbeiten. Das gute Leben liegt vielleicht irgendwo dazwischen.
In Äthiopien ist ein Leben konserviert welches der Fortschritt im  Westen fast vollständig ausradiert hat. Diese Schatzkammer des Lebens kann uns inspirieren und andere Wege aufzeigen. Ich werde meine Spaziergänge durch dieses Land vermissen. Vor allem das Strahlen in den Gesichtern der Kinder, das Gefühl des Aufbruchs, welches weite Teile des Landes erfasst hat und die feine Gastfreundschaft. 


22.10.2014

Äthiopien

Wer die Liste mit den von mir bereisten Ländern durchsieht wird schnell feststellen, dass ich bis jetzt einen Bogen um den Afrikanischen Kontinent gemacht habe. Ich hatte Respekt und wusste einfach auch viel zu wenig davon. Erst in den letzten Jahren hat sich das geändert. Lange ist die Idee gereift aber jetzt ist alles fix. Anfang November fliege ich nach Addis Abeba, die Hauptstadt Äthiopiens. Ich bin ganz ehrlich gespannt und auch ein bisschen aufgeregt. Wie wird es sich anfühlen? Wie riecht es da? Was macht das mit mir? Ich freue mich darauf euch davon zu berichten.

11.10.2014

Ottos Reise



Von Gunther Holtorf hab ich euch hier schon mal berichtet. Jetzt bin ich auf ein Online Projekt zu seinen außergewöhnlichen Reisen gestoßen. Der Stern hat die unzähligen Videos und Fotos aufgearbeitet und mit vielen Interviews von Gunther Holtorf ergänzt. Zu praktisch jedem Land der Welt lässt sich da was finden. Also für jeden der gerade am planen einer Reise ist, Inspiration sucht oder sich einfach für diese fast unglaubliche Reise interessiert. www.ottosreise.de  Eine dicke Weltensucher Empfehlung!

18.09.2014

18 Tage Europa

Eines stand von Anfang an fest. Kein Flugzeug! Dieses Jahr wollten wir es langsamer angehen, die Entfernungen spüren können, die Landschaften erfahren und da bleiben wo es uns gefällt. Am Ende wurde daraus eine Reise durch Europa. Ein Kleinwagen, ein bisschen Campingausrüstung und zwei Menschen die sich lieb haben. Recht viel mehr hat es gar nicht gebraucht.
So ging es langsam los. Von den saftigen grünen Wiesen in Bayern, über die Alpen weiter in die Dolomiten. Vorbei an Seen, klaren Flüssen und wilden Bergspitzen. Immer auf Landstraßen, ohne all zu klaren Plan. Kleine Städte zogen am Autofenster vorbei und wir sangen dabei manchmal zu den Stücken von Kofelgschroa. Wenn der Anblick besonders schön war, haben wir gehalten und genauer hin geschaut. In den Pausen, den Campingkocher angeschmissen um Kaffee zu kochen oder uns eine Stück Käse auf ein Brot gelegt. Wir begegneten zeitgenössischer Kunst in norditalienischen Wäldern, Stürmen und viel Regen, in würde gealterte Bauernhäuser und irgendwann dem blauen Meer. Venedig! Auf flachen Straßen weiter dem Osten entgegen. Irgendwann verstummt dann die schöne italienische Sprache und man spricht kroatisch. Ich bade im Meer, wir wandern und essen am Abend Tintenfische. Einmal noch bauen wir das kleine Zelt auf. Dieses mal in Ljubljana. Die Stadt fühlt sich gut an, lebendig und doch gemütlich. Alt und Neu. 
Dieses Europa ist schön. 





06.08.2014

frei.sein.wollen


Selten hat mich Musik so berührt und beschäftigt, wie die von Kofelgschora. Sie ist anders, irgendwie ehrlich und erdig. Dabei sind es nicht nur die fast Mantra artigen Lieder, welche mich begeistern und zum nachdenken bringen. Noch mehr sind es die Vier Oberammergauer selbst, die sich ihre Eigenheiten auf so sympathische Arte erhalten haben und die Mut machen es Ihnen gleich zu tun.
Ab morgen gibt es einen Film über die Musikanten im Kino zu sehen. Der Trailer ist so gut, das ich euch allen zurufen möchte. "Ab ins Kino mit euch!" 

19.07.2014

Die Spirale der Gewalt



Zu oft habe ich versucht mit Worten gegen den Nahost Konflikt anzuschreiben. Dieser Ausschnitt aus Amos Gitais Film "Free Zone", beschreibt es wohl besser als tausend Worte. 

03.06.2014

Ein Mann und sein kleines Boot



Es gehört zu meinen ältesten Träumen. Ein kleines Boot, ein paar gute Bücher, nur das nötigste zum Leben aber dafür jede Menge Zeit und gutes Wetter. Manche machen sich solche Träume zu Realität, wie dieses kleine Video mit seinen schönen Bilder beweist. Lasst es euch nicht entgehen und habt viel Spaß dabei.

10.05.2014

Koch dich türkisch









Die meisten von euch, werden meine Liebe für die türkische Küche ja schon kennen und vielleicht habt wir ja sogar schon zusammen das ein oder andere Gericht gekocht. Das Kochen ist eine schöne Möglichkeit für einen Moment zurück in die Türkei zu reisen. Dazu passt der Titel der Website die ich euch gerne empfehlen würde. Koch Dich Türkisch heißt es da und versammelt schön aufgemacht die wichtigsten Rezepte. Bestimmt ist da auch was für euch dabei. Viel Spaß beim reisen mit eurem Kochtopf.

www.kochdichtürkisch.de

13.04.2014

Kopfelgschroa



Es wird mal wieder Zeit für einen Musiktipp vom Weltensucher. Kopfelgschroa aus Oberammergau lassen sich kaum in eine Schublade schieben. Die Burschen mach einfach gute Laune, ohne das es ihnen an Tiefgang fehlen würde. Bayerisch, anders und doch Weltoffen. Das ganze Album lässt sich wunderbar hören. Ideal für alle die gerade a bisserl Heimweh nach Bayern haben.  

06.04.2014

Barcelona

Das Semester hat schon wieder begonnen und damit liegen die schönen Tage in Barcelona auch schon wieder eine Weile zurück. Den Namen Barcelona hört man oft, viele Erasmus Studenten zieht es in die Stadt und Reisende aus aller Welt. 
Hat man mal seine Ecke gefunden, versteht man schnell was das anziehende an der Stadt ist. Für uns war es der Stadtteil Grazia mit seiner entspannten und doch lebendigen Atmosphäre. Einfach durch die Gassen laufen, immer auf der Suche nach einem schönen Cafe oder einer netten Tapas Bar war schnell unsere Hauptbeschäftigung. 
Vielleicht ist Barcelona nicht so aufregen wie London, Istanbul oder Berlin aber ein angenehmer Ort zum Leben ist es bestimmt.